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Das ehemalige Quartiersmanagementgebiet liegt im Berliner Innenstadtbezirk Friedrichshain- Kreuzberg. Es ist begrenzt im Norden durch die Frankfurter Allee als wichtige Einkaufsstraße und Verkehrsachse in West- Ost Richtung, im Süden durch die Bahnanlagen und den Gürtel von weitgehend ungenutzten Gewerbe- und Infrastrukturflächen und -gebäuden. Die östliche und westliche Begrenzung bilden die jeweiligen Grenzen der anliegenden Sanierungsgebiete Traveplatz/Ostkreuz und Warschauer Strasse.
Der über 100 Jahre alte Boxhagener Platz ist der zentrale Ort für Naherholung und Treffpunkt, Spielplatz, Ort der Freizeitgestaltung und Marktplatz. Rund um den Platz sind sowohl die Entwicklungsmöglichkeiten als auch die Konflikte durch die Nutzungsanforderungen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und deren unterschiedlichen Lebensvorstellungen spürbar.


Das Quartier hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Da wo noch sichtbarer Verfall durch die instandsetzungsbedürftigen Wohnhäuser und leerstehende Geschäftsräume das Gesicht des Quartiers prägten, sind inzwischen an vielen Ecken durch die Investitionen der Hauseigentümer neue Fassaden und zeitgemäße Wohnstandards geschaffen worden. Sanierung und Leerstandsbeseitigung haben aber auch dazu geführt, daß die Bewohnerschaft sich stark verändert hat.
Ca. die Hälfte der fast. 20.000 Einwohner haben ihre Adresse erst in den letzten fünf Jahren im Quartier angemeldet. Die Bevölkerungszahl ist seit 1999 um 2000 Menschen und damit um mehr als 11 % gestiegen. Den größten Teil macht die Altersgruppe zwischen 18 und 35 Jahren aus und auch 15 % mehr Kinder unter 6 Jahren machen sich auf den neu gestalteten und neu geschaffenen Spielplätzen bemerkbar. Dem Bedarf entsprechend sind neue Kitas als EiKitas oder in Freier Trägerschaft entstanden.

 Der Anteil der Bewohner mit nicht deutschem Paß ist seit 1999 um 60 % gestiegen, 18 % der Eltern der Grundschulkinder sind aus anderen Ländern und vielen Sprachräumen zugewandert. 70 % von ihnen kommen aus Staaten außerhalb der EU. Das Quartier wird weiterhin durch eine erhebliche Fluktuation gekennzeichnet sein, denn ca. 72 % der Wohnungen bestehen nur aus 1 oder 2 Zimmern. Die Nachfrage nach familiengerechten Wohnungen kann nicht befriedigt werden und führt daher vielfach zum Wegzug in der Familiengründungsphase.
Eine positive Veränderung ist im Bereich der Gewerbeentwicklung zu verzeichnen. 1999 waren die leerstehenden Gewerberäume insbesondere in den Erdgeschosszonen der Mietshäuser ein augenfälliges Merkmal, das den Eindruck eines Gebietes im Abwärtstrend unterstrich. Durch die Neuansiedlung von Gewerbe, darunter hauptsächlich Existenzgründerinnen und Gründer hat sich dieser Trend umgekehrt und das Wirtschaftsleben ist lebendig und abwechslungsreich. Für den kultur- und medienwirtschaftlichen Bereich aber auch für kleine Ladengeschäfte ist das Gebiet inzwischen eine gute Adresse geworden.

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