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Thema des Monats - November 2003


Gründerzeit im Quartier Boxhagener Platz

Rund 1000 Unternehmen gibt es im Quartiersmanagementgebiet Boxhagener Platz. Platz ist noch für viele, denn es sind Ladenlokale und Büroräume frei. Da ein Wohngebiet auch wesentlich durch ein lebendiges und vielfältiges Gewerbe geprägt wird, hat das Quartiersmanagement in den letzten Jahren einige Projekte sowohl für bestehendes Gewerbe als auch für Neuansiedlungen auf den Weg gebracht.
 




 
Volles Haus: BOX M25
 
Das jüngste Glied in der Kette von Maßnahmen ist die Gründerbox. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain und dem Quartiersmanagement. Im Quergebäude der Mainzer Straße 25 und demnächst in der Scharnweber Straße 23 - 26 wird 60 - 70 jungen Existenzgründern mit der Vermietung günstiger Gewerberäume der Start in die Selbstständigkeit erleichtert.
 
Kleine, günstige Gewerbeeinheiten, flexible Vertragsbindungen, sehr gute technische Infrastruktur inkl. T-DSL Anschluss eine anfängliche Pauschalmiete von 3,50 Euro pro qm und Gemeinschaftseinrichtungen sowie die gute Verkehrsanbindung durch die Nähe zur Frankfurter Allee sind die Vorzüge dieser kleinen Gründerzentren.
 
Von Himmel und Erde, einer Praxis für Homöopathie, mehreren Firmen im Bereich Neuer Medien, einem Afro-Music Vertrieb bis zum Veranstalter von Bildungsreisen reicht die Palette der Geschäftsfelder. Infos unter www.box-m25.de
 




 
Neues HAUS: BOX S23
 
Die Vermietung der Büroräume in der Scharnweberstraße 23- 26 beginnt am 6.11.03. Interessenten können dort ab Donnerstag, den 6.11.03 zwischen 14.00 und 15.00 Uhr und an jedem Donnerstag darauf die Räume besichtigen.
 



 
Geschäftsbelebung für leerstehende Ladenlokale.
 
Zur Belebung der Erdgeschoßzonen durch kulturwirtschaftliche Unternehmen wird seit dem Jahr 2001 das Projekt "Boxion" von der Agentur Spielfeld im Auftrag des Quartiersmanagements Boxhagener Platz realisiert. Mittlerweile ist Boxion als Markenname über Friedrichshain hinaus bekannt geworden.
 
Boxion hat jungen Menschen mit Interesse an einer selbstständigen Tätigkeit jeweils 1 bis 2 Jahre lang die Möglichkeit geboten, sich in leerstehenden Läden auszuprobieren. 27 Läden sind in den letzten drei Jahren so genutzt worden. Geschafft haben den Sprung bisher 12, sie arbeiten weiterhin im Gebiet. und bereichern das Geschäftsleben im Gebiet.
 




 
Neue Geschäftskultur in Leerläden
 
Nach einer dreijährigen Förderung durch das Programm Soziale Stadt besteht die Chance, dass die an Boxion Beteiligten auch ohne weitere finanzielle Unterstützung im Gebiet bleiben und die entstandenen Netzwerke weiter ausbauen.
 




 
Soziale Unternehmen schaffen Arbeit
 
Neu im Gebiet ist die Berliner Entwicklungsagentur für Soziale Unternehmen und Stadtteilökonomie (BEST). Die Idee eines Sozialen Unternehmen ist es, durch ökonomische Selbsthilfe von Bürgern un(ter)versorgte Bedürfnisse im Quartier zu befriedigen und mit wohnortnahen Dienstleistungen im Bereich der Pflege des öffentlichen Raumes und der Umwelterziehung Arbeitsplätze zu schaffen.
 
Gefördert durch EU-Mittel ist es deren Auftrag, zu demonstrieren, daß auf lokaler Ebene sinnvolle, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können. Auf eine private Gewinnausschüttung wird verzichtet, um etwaige Gewinne in andere Geschäftszweige zu investieren. Für Interessierte aus dem Gebiet Boxhagener Platz ist BEST immer mittwochs zwischen 16:30 Uhr und 18:30 Uhr in der JobBox in der Seumestraße 7-8 erreichbar.
 




 
Beratung für junge Gründer
 
Bewährter Partner für alle Beteiligten ist Enterprise, ansässig in der JobBox in der Seumestr 7-8. Enterprise berät und begleitet junge Existenzgründer zwischen 18 und 30 Jahren von der Gründungsidee bis in die ersten Jahre ihrer Arbeit.
 
Die Job Box und Enterprise waren auch unter den Initiatoren für den Friedrichshainer Gründerwettbewerb, der in diesem Jahr erstmalig unter dem Titel "Take off 03" in der ganzen Stadt ausgeschrieben wurde. Der Wettbewerb bietet Menschen auf dem Weg in die Selbständigkeit die Chance, eigene Unternehmenskonzepte von einer Fachjury begutachten zu lassen und Preisgelder in Höhe von insgesamt 36.000 Euro zu gewinnen.
 




 
Investitionshilfen
 
Der Schritt in die Existenzgründung ist für so Manchen dornenreich, oft fehlt es nur an kleinen Mitteln, um erfolgreich weiterzumachen. Da kann ein Antrag bei Enterprise auf Mittel aus dem Existenzgründerfonds helfen.
 
Gewerbetreibende und Freiberufler, die mindestens ein Jahr längstens drei Jahre im Quartiersmanagementgebiet ansässig sind, können maximal 2.500 Euro für betriebsbedingte Investitionen und /oder Beratungskosten beantragen. Die Auswahl unter den Bewerbern erfolgt durch eine unabhängige Jury.
 




 
Information und Beratung
 
Auf Grund der vielen Nachfragen von Gründungsinteressierten über dreißig, die von Enterprise nicht beraten werden, bietet das Quartiersmanagement in seinen Räumen für diese Personengruppe in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Bezirkes und der Firma PromoTool an jedem 4. Freitag im Monat von 9:00 bis 13:00 Uhr Beratung an.
 
Vorherige Terminvereinbarungen sind unter der Telefonnummer 90298-2273 erforderlich. Ansiedlungsinteressierte können sich jeden Mittwoch zwischen 16:00 und 18:00 Uhr im Büro des Quartiersmanagement beraten lassen und sich persönlich oder im Internet unter www.gewerberaumboerse.de über vermietbare Gewerberäume informieren.
 




 
Von Netzwerken profitieren
 
Dass es gemeinsam besser geht, haben 25 Geschäfte erkannt, die Mode, Kleidung, Accessoires verkaufen. Am 6.12.03, -dem Nikolaustag- präsentieren sie sich an einem Modesamstag mit ihren Waren und laden alle ein, die noch Weihnachtsgeschenke suchen.
 
Geplant ist auch ein Modeführer, der die Kunden sicher durch die Vielfalt der hiesigen Einkaufsmöglichkeiten leiten soll. Läden, die sich beteiligen wollen, melden sich bei Frau Hein, im Schauraum Weichselstraße 13. fon: 547 19 361
 




 
Bausteine für eine langfristige Entwicklung
 
Ob Beratung, preiswerter Gewerberaum oder Investitionshilfen, die Ansiedlung und Unterstützung neuer Unternehmen im Kiez funktioniert am besten mit einer Strategie verschiedener, aufeinander abgestimmter Förderungen.
 
Die Umsetzung zeigt, dass sich ein Wohnquartier erfolgreich als Gewerbestandort präsentieren kann, wenn es den unterschiedlichen Akteuren vor Ort gelingt, gemeinsam attraktive Angebote zur Belebung und Förderung des Gewerbes in ihrem Gebiet zu schaffen.
 

Laden Sie sich hier die InfoBox-45 zum
Thema des Monats November herunter: 
Infobox-45 PDF-File

"Quartiersmanagement Boxhagener Platz" im
Auftrag der
» Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem » Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg im Rahmen des Programms
» "Soziale Stadt"
Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Bund-Länder-Programms » "Soziale Stadt" und dem » "Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung.