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Thema des Monats - Oktober 2004 Wagenburg oder Sportplatz: Die Entscheidung ist vertagt
Wohin zum Skaten, Streetball, Inlinerfahren oder einfach nur Toben? Gerade für etwas ältere Kinder und Jugendliche sind die Spielplatzangebote im Kiez nicht gerade üppig, wobei die Situation für Mädchen noch dürftiger ist als für Jungen. Einen Freizeitsportplatz auf dem Gelände an der Revaler Straße, Ecke Modersohnstraße zu bauen, wäre die Lösung. Doch auf dem Gelände leben etwa 40 Menschen in einer Wagenburg, und der Verein der Hundefreunde hat in vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden einen Hundeauslaufplatz
errichtet.
Tauziehen um eine Fläche: Die Kids sind für den Sportplatz
Die Entscheidung Freizeitsportplatz oder Wagenburg, die die Bezirksverordnetenversammlung in ihrer Septembersitzung zu fällen hatte, fiel den Politikern deshalb auch nicht leicht. Während Wagenburg-Aktivisten mit Luftballons, Papierfliegern und Transparenten ihren Protest anmeldeten, wurde im Plenum leidenschaftlich diskutiert.
Das Ergebnis der geheimen Abstimmung ist eine Vertagung der endgültigen Entscheidung: PDS und Grüne setzten mit 28 gegen 24 Stimmen ihren Antrag durch, nachdem die Verwaltung alle Alternativen genauer prüfen soll: Ob der Bebauungsplan zu Gunsten der Wagenburg geändert werden kann, wie der neue Sportplatz genau aussehen soll und welche Folgekosten mit der Millionen-Investition verbunden sind.
Auch ob man nicht stattdessen die Fläche hinter der Schule in der Scharnweber Straße wiederherstellen könnte und welche „realistischen“ Ersatzflächen es für Wagenburgler und Hundefreunde gibt. Die Fördermittel für den Sportplatzbau stellt der Senat allerdings nur bis Jahresende zur Verfügung. CDU und SPD befürchten nun, dass das Geld nicht mehr rechtzeitig abgerufen werden kann.