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Thema des Monats - April 2005 Parkraumbewirtschaftung umstritten Gut besucht war die Anwohnerversammlung zur Parkraumbewirtschaftung im Kiez rund um den Boxhagener Platz. Ein vom Bezirksamt in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Parkplätze im Gebiet bis auf wenige Vormittagsstunden meist überbelegt sind. Das heißt: Falschparker blockieren Fußgängerüberwege, Kreuzungen und Einfahrten. Mit der Einführung von Parkuhren und Vignetten für Anwohner will das Bezirksamt diesem Problem zu Leibe rücken.
Streitthema Parkraumbewirtschaftung: Was den Quartiersbewohnern recht ist, ist den Gewerbetreibenden und Markthändlern längst nicht billig
Eine Anwohnervignette soll für zwölf Monate 30,70 Euro, für 24 Monate 51,10 Euro kosten. Kurzparker sollen nach den Plänen des Bezirksamtes an allen sieben Tagen der Woche von 9 bis 24 Uhr zahlen. Dadurch hofft man, Dauerparker von außerhalb abzuschrecken. Sie sollen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. "Für die Anwohner steigen so die Chancen, einen Parkplatz zu bekommen", meint Stadtrat Franz Schulz. Das allerdings wurde von einigen Anwohnern angezweifelt: Bei über 2200 zugelassenen Pkw und nur 2116 Stellplätzen im Untersuchungsgebiet gäbe es schon jetzt für die Anwohner nicht genügend Parkplätze. Gewerbetreibende befürchten, dass Kunden durch die Parkuhren abgeschreckt werden. Auch die Markthändler, die mit 250 Angestellten jeden Sonnabend die Kunden des Wochenmarktes bedienen, fordern eine Sonderregelung. Einwände kamen auch gegen die Begrenzung des Gebietes. Schulz versprach, die vorgebrachten Einwände nochmals zu prüfen und für die Markthändler eine Lösung zu finden. Verkehrsausschuss und BVV müssen die Parkraumbewirtschaftung am Boxhagener Platz noch bestätigen.