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Thema des Monats - Juli 2005 Adieu und danke, Männer! Fünf Jahre lang kümmerten sich die Männer in den grünen Latzhosen um Ordnung und Sauberkeit auf den besonders beanspruchten Plätzen im Kiez. Jeden Montagmorgen entsorgten sie die Hinterlassenschaften des Wochenendes, kehrten auf dem Wismarplatz, dem Boxhagener und dem Wühlischplatz Glasscherben weg und sammelten Müll und Hundehaufen ein.
Die Platzmeister: Peter Polzin, Rolf Steinke, Manfred Struß, Horst Kokott und Hans-Joachim Conrad
Ihr Job war nicht einfach, aber von vielen Anwohnern und Gewerbetreibenden ernteten sie Lob und Anerkennung. Am 14. Juni hatten die fünf Platzmeister ihren letzten Arbeitstag. Das aus einem Programm der Senatsverwaltung für Wirtschaft geförderte Projekt für ältere Arbeitnehmer lief aus.
Die Folgen sind schon jetzt, wenige Tage danach, sichtbar. „Der Boxhagener Platz ist plötzlich wieder viel schmutziger, überall liegen Flaschen und Hundekot rum“, meint ein älteres Ehepaar. Auch der Betreiber des Wochenmarktes ist der Ansicht, dass die Reinigung des Platzes zusätzlich zu den Leistungen der BSR dringend notwendig sei. Obwohl sich nicht nur das Quartiersmanagement und viele Bewohner, sondern auch der Bezirk für die Fortsetzung des Platzmeister-Projektes ausgesprochen hatten, ist es bisher nicht gelungen, eine Weiterfinanzierung auf die Beine zu stellen.
Der Quartiersrat hat Mittel für eine Kofinanzierung bewilligt, die für eine neue ABM-Maßnahme eingesetzt werden könnten. Beim Bezirksamt hatte man eigentlich ein Nachfolgeprojekt versprochen. Der zuständige Stadtrat ist nach eigenen Angaben darum bemüht, denn „die Arbeit der Platzmeister ist wichtig und sinnvoll für den Kiez“, wie Franz Schulz betont. Die Bewohner hoffen, dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse sind.